Schulprogramm

Kurzfassung des Schulprogramms für das Schuljahr 2016/17

 

In der Geschwister-Scholl-Schule lernen und leben 79 Schülerinnen und Schüler in einem gebundenen erweiterten Ganztagsbetrieb. Die Schule ist der Arbeitsplatz für 10 Lehrerinnen und Lehrer, einen Diplomsozialpädagogen, eine Schulsekretärin, einen Hausmeister, eine Fachkraft im Mittagsbetrieb, eine Fachkraft im BoB (Berufsorientierungsbüro), zwei Sprachhelferinnen und eine Fachkraft für Deutsch als Zweitsprache (VHS-Kurs).

 

Als Stadtteilschule sucht die Geschwister-Scholl-Schule Bündnisse mit vielen Kooperationspartnern, um Schülerinnen und Schüler erfolgreich auf das Leben nach der Schule vorzubereiten.

 

Als Schule, in der Kinder und Jugendliche aus den unterschiedlichsten Herkunftsbereichen lernen, stellt die Geschwister-Scholl-Schule den respektvollen Umgang und das friedliche Miteinander in den Mittelpunkt des Schullebens.

Der gemeinsame Unterricht von Mädchen und Jungen in allen Fächern sowie die Teilnahme an Klassenfahrten und außerschulischen Aktivitäten sind verbindliche Punkte des Schulprogramms.

 

Die Geschwister-Scholl-Schule sieht die Schwerpunkte ihrer Arbeit in den drei Arbeitsfeldern „Berufsorientierung“, „Vermittlung sozialer Kompetenzen“ und „Vermittlung von Demokratiekompetenz“. In diesen Schwerpunkten entwickelt sie in jedem Schuljahr neue Vorhaben, um das wichtigste Ziel zu erreichen:

 

durch qualifizierten Unterricht allen Schülerinnen und Schülern einen optimalen Abschluss der Sekundarstufe I zu vermitteln und sie fit für das Leben nach der Schulzeit zu machen.

 

 

Informationen zur Zusammensetzung des Lehrerkollegiums

 

An der Geschwister-Scholl-Schule arbeiten 14 Lehrerinnen und 4 Lehrer.

Die Gestaltung des Fachunterrichts in der Geschwister-Scholl-Schule ist typisch für die meisten Hauptschulen. Fast alle Lehrerinnen und Lehrer verfügen über die Qualifikation, Deutschunterricht zu erteilen, was für eine Schule mit einem so hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, ein großer Vorteil ist.

 

Ein Fachlehrer unterrichtet das Fach „Türkische Muttersprache“.

 

Durch Pensionierungen, Versetzungen und Abordnungen ist  der Anteil der Kolleginnen und Kollegen, die in den gerade für Hauptschulen so wichtigen Fächern Physik, Chemie, Biologie, Technik,Musik ausgebildet sind, sehr klein geworden.

Die Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die weiterführenden Schulen orientiert sich am Prinzip der Bestenauslese. Eine Folge ist ein Ausbleiben an Heterogenität, die bisher ein Orientieren an Gleichaltrigen ermöglichte. Lehrerinnen und Lehrer werden so immer mehr zu Erziehern und Konfliktmanagern, die viel Energie darauf verwenden müssen, zunächst die Grundlagen für einen ordentlichen Unterricht herzustellen. Der Ganztagsbetrieb bedeutet für alle eine höhere Verweildauer in diesem Geschehen, ohne dass es Rückzugsmöglichkeiten, z.B. ruhige Lehrerarbeitsplätze, gibt. Das gilt für die Geschwister-Scholl-Schule, auch wenn sie „auslaufend gestellt“ wurde.

 

Auf diesem Hintergrund hält die Schule weiter an ihrem Beschluss fest, eine Lehrerstelle mit einem Schulsozialarbeiter zu besetzen, auch wenn sie nicht verstehen kann, dass diese wichtige Arbeit (die nachweislich die Berufschancen der Schollschülerinnen und –schüler deutlich erhöht hat) aus dem Lehrerbestand der Schule finanziert wird.

 

Durch die Kapitalisierung von 10% der Stellenzuweisungen für den erweiterten gebundenen Ganztag ist es möglich, Honorarkräfte einzustellen. Es konnten 7 Honorarverträge mit kompetenten Fachkräften abgeschlossen werden, die ein qualifiziertes Angebot im Rahmen des Ganztagsbetriebs anbieten. Diese Fachkräfte arbeiten im AG-Bereich (z.T. mit dem ausdrücklichen Ziel der Vermittlung von Qualifikationen, die in Bewerbungsverfahren nützlich sein können).  

 

Das Betreiben des schulinternen Berufsorientierungszentrums (BOB), in dem durch eine Honorarkraft alle mit der Berufsorientierung verbundenen Vorhaben koordiniert und unterstützt werden, kann auch in diesem Schuljahr sicher gestellt werden.

 

 Fazit:

 

  • Bis auf das Fach „Physik“ können alle Fächer unterrichtet werden. Der    naturwissenschaftliche Unterricht wird ergänzt durch die Teilnahme an den Projekttagen im "Phänomexx Zentrum".
  • Der übrige Fächerkanon kann erteilt werden, was aber auch daran liegt, dass viele Kolleginnen und Kollegen bereit sind, fachfremd zu unterrichten.     
  • Eine große Hilfe ist die Anstellungsmöglichkeit junger Fachkräfte aus den kapitalisierbaren Anteilen des Stellenzuschusses im „Gebundenen   Ganztagsbetrieb“.

 

 

Informationen zur Zusammensetzung der Schülerschaft

  

Die Geschwister-Scholl-Schule ist seit dem Sommer 2012 „auslaufendgestellt“. Deshalb gibt es nur noch die Jahrgänge 9 und 10. Seit dem Schuljahr 2014/15 besuchen auch die Schülerinnen und Schüler der früheren Bodelschwingh-Schule die Geschwister-Scholl-Schule. Wir sind alle sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, unser Motto: „Alle in einem Boot!“ umzusetzen und zu einer Schule zusammenzuwachsen.  Mit der Entlassung des letzten Jahrgangs 2017 endet die Geschwister-Scholl-Schule.

 

Der Anteil der Kinder mit türkischer Muttersprache ist groß (bis zu 90 % in einigen Klassen). Die Schule hat daher einen Stellenzuschlag im Bereich „Integration“.  

Neben vielen Förderbedarfen bleibt das „Sprachproblem“ eine der Hauptsorgen der Schule, denn auch viele der „deutschen“ Kinder haben hier erhebliche Defizite.

Seit dem 01. 02. 2015 gibt es eine Vorbereitungsklasse, die von Schülerinnen und Schülern ohne Deutschkenntnisse besucht wird. Da die Gruppe stetig wächst, wurden zu Beginn dieses Schuljahres zwei Vorbereitungsklassen eingerichtet, die zur Zeit von 28 Schülerinnen aus 7 unterschiedlichen Ländern besucht werden.

Schülerinnen und Schüler, die noch nicht ausreichende Deutschkenntnisse haben, aber schon die Regelklasse besuchen, erhalten 9 Stunden Deutschunterricht pro Woche in einer Fördergruppe. Dieser Unterricht wird erteilt in Kooperation mit der VHS Ahlen.

 


 

Vorhaben im Schuljahr 2015/2016

 

Um die Förderung in der Geschwister-Scholl-Schule weiter zu intensivieren, beteiligt sich die Schule am Vorhaben „Erweiterter gebundener Ganztagsbetrieb“.

 

Neben den Fördermöglichkeiten, die sich aus den Stellenzuschlägen für die Deutschförderung und Integration ergeben, wurde durch 7 Fachkräfte, die auf Honorarbasis eingestellt werden konnten, ein qualifiziertes Angebot in den Bereichen Kunst, Sport und Hauswirtschaft.

 

Die Aufenthaltsmöglichkeiten in der Mittagspause wurden ausgeweitet. Die Schülerbücherei wird durch eine AG betreut. Das benachbarte JuK-Haus steht  

allen Schülerinnen und Schülern an drei Tagen in der Mittagspause zur Verfügung.

DieKooperation mit der VHS Ahlen ermöglicht es, die Gruppe von noch nicht ausreichend  Deutsch sprechenden Schülerinnen und Schülern 9 Stunden in der Woche gezielt in „Deutsch als Zweitsprache“ zu unterrichten.

 

In Zusammenarbeit mit der VHS Ahlen gibt es schon seit Jahren eine Holzwerkstatt, die im benachbarten Zentrum „Mittrops Spieker“ arbeitet.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungsklassen werden in Regelklassen (an der Geschwister-Scholl-Schule oder an einer der weiterführenden Schulen in Ahlen) integriert oder mit Unterstützung der Agentur für Arbeit in eine berufsbegleitende Maßnahme vermittelt. Ahlener Betriebe werden für die  Unterstützung bei der Integration dieser Jugendlichen gewonnen.

 

In den Jahrgangsstufen 9 und 10 werden mehrwöchige Praktika durchgeführt.

In derJahrgangsstufe 10 gehen die Schülerinnen und Schüler der 10A im 1. Halbjahr wieder für einen Tag (Dienstag) in ein Langzeitpraktikum.

 

Aus der Fliesen-AG (Zusammenarbeit mit einem Fachbetrieb auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Westfalen) wurde durch das Stadtteilbüro ein neues Projekt für den Stadtteil entwickelt: „Anstiften statt warten“. Dieses Projekt hat sich als Ziel gesetzt, schon früh Kontakte zwischen Handwerksbetrieben und Schülerinnen und Schülern zu initiieren, um so die Chancen für einen passenden Ausbildungsplatz zu erhöhen. Nach dem Erfolg im vergangenen Schuljahr wird dieses Projekt weitergeführt.

 

Bei Bewerbungen für Praktikumsstellen und Ausbildungsplätze werden die Jugendlichen im BoB unterstützt.

 

Jugendliche, die Schwierigkeiten beim Übergang Schule-Beruf haben, können von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Projekt „Jugend stärken im Quartier“ Unterstützung bekommen.

 

Unser Motto „Alle in einem Boot!“ wollen wir wieder mit einem gemeinsamen Ausflug aller Mitglieder unserer Schulgemeinde deutlich machen.

 

 

 

Ausblick

 

Die Beteiligung am Projekt „14plus“ (das Projekt endete am 31. 07. 2014) hat der Geschwister-Scholl-Schule einen guten Weg aufgezeigt, gerade als Schule in einem Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf ein qualifiziertes Angebot für ihre Schülerinnen und Schüler anbieten zu können.

 

Das erarbeitete Zusammenspiel von sozialpädagogischen Maßnahmen, Fördermaßnahmen, aber vor allem von qualifiziertem Unterricht belegt, dass es auch in Schulen, die ganz am Ende der Kette weiterführender Schulen stehen, möglich ist, einen Standortnachteil wett zu machen. Deshalb ist es der Schule wichtig, weiter an den Schwerpunkten des Projektes (Berufsorientierung, Sozialkompetenz, Demokratiekompetenz) zu arbeiten.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule werden  es auch weiterhin  nicht leicht haben, sich in Konkurrenz mit gleichaltrigen Schülerinnen und Schülern zu bewähren. Ihr Recht auf eine optimale Beschulung muss auch in der Situation „Die Schule ist auslaufend gestellt.“ gewahrt bleiben, ihre Chance auf eine optimale Vorbereitung auf dieZukunft nach der Schulzeit darf nicht geschmälert werden.

 

Insbesondere gilt dies für

  • die notwendige Ausstattung der Unterrichts- und Fachräume, sowie die Bereitstellung des von der Stadt bezahlten Fachpersonals (Sekretärin,    Hausmeister, Mensa…),
  • die Versorgung der Schule mit der ausreichenden Zahl an Fachlehrerinnen und Fachlehrern, um den vollen Fächerkanon einer Hauptschule unterrichten zu können,
  • die volle Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler der auslaufenden Schulen in das kulturelle und sozialpädagogische Programm der Stadt für die Schulen Ahlens.

Die Schule ist überzeugt, trotz aller Schwierigkeiten ihr Motto unter Beweis stellen zu können:

 

 „Bei uns geht kein/e Schüler/in verloren“.

 

Paula Rose (kommissarische Schulleiterin)

Um die Förderung in der Geschwister-Scholl-Schule weiter zu intensivieren, beteiligt sich die Schule am Vorhaben „Erweiterter gebundener Ganztagsbetrieb“.

Neben den Fördermöglichkeiten, die sich aus den Stellenzuschlägen für die Deutschförderung und Integration ergeben, wurde durch 20 Fachkräfte, die auf Honorarbasis eingestellt werden konnten, ein qualifiziertes Angebot in den Bereichen Kunst, Sport, Naturwissenschaft und Sprachförderung erstellt.

Die Kooperation mit der VHS Ahlen ermöglicht es, die Gruppe von nicht Deutsch sprechenden Schülerinnen undSchülern 9 Stunden in der Woche gezielt in „Deutsch als Zweitsprache“ zu unterrichten.

 

Im Jahrgang 8 nehmen alle Schülerinnen und Schüler an der Betriebserkundung teil. Jeden Dienstagnachmittag besuchen sie in einer kleinen Gruppe mit ihrem AG-Leiter einen Ahlener Betrieb oder Verein. Die Besuche werden vorbereitet und ausgewertet.

 

In den Jahrgangsstufen 9 und 10 werden mehrwöchige Praktika durchgeführt. In derJahrgangsstufe 10 gehen die  Schülerinnen und Schüler der 10A im  1. Halbjahr wieder für einen Tag (Dienstag) in ein Langzeitpraktikum.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist das „Phänomexxprojekt“ – die Einrichtung eines naturwissenschaftlichen Zentrums der Hauptschulen Ahlens auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Westfalen.

 

In einem Kooperationsvertrag der Fa. Kaldewei wurde eine Lernpartnerschaft vereinbart. Die Schülerinnen und Schüler der 8.Jahrgangsstufe werden in der Lehrwerkstatt der Firma die Herstellung einesWerkstücks planen und dann dieses Werkstück herstellen.

 

In Zusammenarbeit mit der VHS Ahlen gibt es schon seit Jahren eine Holzwerkstatt, die im benachbarten Zentrum „Mittrops Spieker“ arbeitet.

 

Die Geschwister-Scholl-Schule nimmt am Landesprojekt KAoA teil. Dadurch wird den Schülerinnen und Schülern des 8. Jahrgangs die Teilnahme an der Potenzialanalyse ermöglicht.

 

Aus der Fliesen-AG (Zusammenarbeit mit einem Fachbetrieb auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Westfalen) wurde durch das Stadtteilbüro ein neues Projekt für den Stadtteil entwickelt: „Anstiften statt warten“. Dieses Projekt hat sich als Ziel gesetzt, schon früh Kontakte zwischen Handwerksbetrieben und Schülerinnen und